Zentralspanien / España Central / L`Espagne centrale / Central Spain 2012
“Auf den Spuren von El Cid und Don Quijote“

Bildquelle (Reiter): mit freundlicher Genehmigung des Centro Español Nürnberg
"La libertad . . . es uno de los más preciosos dones que a los hombres dieron los cielos; con ella no pueden igualarse los tesoros que encierra la tierra ni el mar encubre."
("Die Freiheit . . . ist eine der köstlichsten Gaben, die der Himmel dem Menschen verliehen; mit ihr können sich nicht die Schätze vergleichen, welche die Erde in sich schließt noch die das Meer bedeckt.")
V o r b e r i c h t
"An einem Ort in der La Mancha . . . "
Wie zu jedem Ende der Saison stellte sich auch heuer wieder jene Frage: Was fahren wir nächstes Jahr.
Norwegen? steht schon seit Jahren ganz oben auf der “Zu-Tun-Liste“.
Frankreich? so ’ne richtige Tour im französischen Zentralmassiv und einem Teil des Westalpenvorlandes war/ist schon seit einiger Zeit in Planung
und auch schon längst überfällig.
Der Auswahl gabs also genug. Oder am Ende vielleicht doch wieder "einmal" Spanien?
Ein Blick ins "Material" erleichtert manchmal die Entscheidung. Als ich dann bei GPsies unsere im Laufe der letzten Jahre gefahrenen Gesamttouren zusammenbastelte, stellte ich mit Erstaunen fest, dass da ein ziemlich großes Loch in der Mitte Spaniens klaffte.
Gut, bei dem einen oder anderen "Streifzug" wurde die Mitte des Landes schon mal angekratzt. Mit Grausen erinnere ich mich z.B. auch an eine Tour aus dem Jahr 2000:
Wir fuhren damals von Oviedo nach Madrid. Es muss so um den Monatswechsel April/Mai gewesen sein. Während der gesamten Tour Eiseskälte, wenige Grad über Null. Beim Durchfahren der kantabrischen Kordilliere wärmte allein der Hammer-Panoramablick am Embalse (Stausee) de (von) Riaño unsere Gemüter auf. Nachdem wir in die nördliche kastillische Hochebene (Meseta) “abgestiegen“ waren, fing es auch noch zu regnen an. Und weil das dann immer noch nicht reichte, kam auch noch ein heftiger Seitenwind von rechts dazu. Ab und zu rollten irgendwelche ausgerissenen Sträucher über die Straße (kein Witz!), auf den Straßen war sonst kein Mensch unterwegs. In einem der wenigen Dörfer mit Kneippe machten wir unsere große Pause. Als wir die Tür zum Lokal öffneten und eintraten war erstmal Totenstille unter der Landbevölkerung.
“ . . . irgendwo hörte man die Asche einer halbgerauchten Zigarette zu Boden rieseln . . .“
Über die Schulter blickend, vergewisserte ich mich, dass niemand von uns einen Geigenkasten dabei hatte. Klar, wer hätte wohl 4 dick in Regenkombis vermummte MotorradfahrerInnen mitten in der Pampa erwartet. Unsere UFOs hatten wir vorher ja schließlich auch gut versteckt. Nach einem kurzen “Atemaussetzer“ schnappte die Zeit wieder ganz normal Luft, man beachtete uns kaum und ging wieder seinem Tagesgeschäft nach.
Mit dem Verzehr von Bocadillos (spanischen Fressflöten) kam auch wieder Leben in unserer durchgefrorenen Körper zurück. Die beiden Sozias wollten allerdings den ultimativen Wärmeschub: Tee mit Rum. Na toll! Nachdem der Wirt die Flasche Rum auf den Tisch stellte, wurde mit der Zeit aus dem Tee mit Rum, Rum mit Tee, Rrrrrrrrrrrrruuuuuuummmmmmmmmm, mmmmmmmm . . . . . . . . . . . .
Gerade so konnte man dann den Bock noch erklimmen. Und dann gute Nacht! Man stelle sich nun die folgenden Szenarien vor:
a) Eine der Sozias schläft beim Fahren ein und droht dann vom Mobbed zu fallen. Der Fahrer kann gerade noch verhindern, dass sie unfreiwillig den Boden küsst.
b) Bei der anderen Sozia wird der Helm langsam verdammt schwer. Zur Entlastung der Halswirbel und in Ermangelung der entsprechenden Hals-/ Rückenmuskulatur fällt der Kopf in den Nacken des vor ihr sitzenden Fahrers. Was wiederum unmittelbar zur Folge hat, dass sich dessen Kopf unwillkürlich gen Tankdeckel neigt. Um gleichzeitig den starken Seitenwind von rechts auszugleichen “verkeilt“ der Fahrer stoisch seinen linken Arm zwischen seiner Schulter und dem Lenker.
In einer ähnlichen Haltung “gefangen“ fliegen andere Typen mit blauem Dress und roten Cape über den Planeten und versuchen die Menschheit zu retten.
OK, man muss wohl seine Erwartungen herunterschrauben, um einer chronischen Desillusion zu entgehen.
Dass sich derartige Situationen zwischen Valladolid und Madrid abgespielt haben könnten, klingt eher unwahrscheinlich.
Aber es kam noch härter. Madrid war greifbar nahe, sprich Aussichtspunkt in der Sierra de Guadarrama mit Blick auf Madrid. Plötzlich fängt es wieder zu Rieseln an. Diesmal schön langsam im Wind zu Boden tanzend, Farbspektrum weiß, Kristallform.
Schnee! Au weia, Ski und Schneeketten lagen zu Hause im Keller.
"Leicht panisch " fuhren wir damals ins Tal, ins 20 Grad warme Madrid.
Bei der gleichen Tour haben wir uns einen "von langer Hand" vorbereiteten "Spaß" mit dem/am Ortsschild von Orgaz (rechts) erlaubt. Bei der Tour Valencia "Las Fallas" 2009 gabs eine Etappe nach Cuenca und die Tour, die uns " . . . bis ans Ende der Welt . . . " führte, streifte das nördliche Zentralspanien. Schließlich gabs auch bei der diesjährigen Tour "Al Andaluz" Andalusien 2011 ,wie auch 2007, "Berührungen" mit der südlichen La Mancha. Soviel zu meinen Erinnerungen an vergangene Touren bei denen damals Zentralspanien angekratzt wurde. Seitdem ist teilweise viel Zeit vergangen, auch haben sich die "Besetzungen" geändert und ich war in vielen Bereichen/Orten auch ohne Moped unterwegs. Ganz kurz blitzte auch die Überlegung auf, bei einer weiteren Nordspanientour, die 2010 wegen dem "bisschen" Regen ausgefallenen Touren nachholen zu können. Schließlich könnte man mit einer Tour durch die Spanische Hochebene (Meseta) auch Gefahr laufen, endlose gerade Strecken fahren zu müssen. Nach einer "Tourbesprechung" (18.10.11) in unserem Stammlokal "El Torero" war letztlich der Reiz zu groß, Lücken zu schließen, indem man gleichzeitig Teile vorangegangener Touren noch mal fährt und dabei Spanien von einer weiteren, auch historischen Seite kennen lernen zu können. Wer genau hinschaut kann erkennen, was Zentralspanien zu bieten hat | 
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"An einem Ort in der La Mancha . . ."
P l a n u n g
(Stand 18.01.12)
| | von | nach | Tourenkilometer | | Übernachtung |
| 1.Tag | Nürnberg | Valencia | | Anfahrt | |
| 2.Tag | Nürnberg | Valencia | | Anfahrt | Valencia |
| 3.Tag | Valencia | Valencia | 200 - 400 km | Relax/RundTour "El Maestrat" (Warm Up) | Valencia |
| 4.Tag | Valencia | Soria | ca. 420 km | Tour "Camino del Cid" | Soria |
| 5.Tag | Soria | Soria | ca. 400 km | RundTour 'Sierra de la Demanda' | Soria |
| 6.Tag | Soria | Avila | ca. 455 km | Tour | Ávila |
| 7.Tag | Avila | Avila | ca. 370 km | RundTour 'Sierra de Gredos' | Ávila |
| 8.Tag | | | | KulTour | Ávila |
| 9.Tag | Avila | Toledo | ca. 250 km | Tour | Toledo |
| 10.Tag | Toledo | Toledo | ca. 435 km | RundTour 'Montes de Toledo' | Toledo |
| 11.Tag | | | | KulTour | Toledo |
| 12.Tag | Toledo | Valencia | 450 - 600 km | Tour "Ruta Don Quijote" | Valencia |
| 13.Tag | | | | Relax/KulTour | Valencia |
| 14.Tag | Valencia | Nürnberg | | Rückfahrt | |
| 15.Tag | Valencia | Nürnberg | | Rückfahrt | |
| | | | Gesamt: 2980 - 3330 km | | |
Tour 'El Maestrat' (Warm Up Valencia)
Tour 'Sierra de la Demanda'
Tour 'Sierra de Gredos'
Tour 'Montes de Toledo'
Geplanter Tourverlauf
Hinweis:
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A k t u e l l e s :
09.11.11 Tourzusage Martin, Wolfi
14.11.11 erstes Fahrzeug bei Bikertransit verbindlich gebucht, 2tes reserviert.
18.01.12 Tourzusage 'Il Tornante'
Stand: 18.01.2012
lizenzfreie Music von Jamendo: Carlos Marqués Bravo
